1. Für eine klimagerechte Architektur und unsere Gesellschaft


Wir müssen hier und jetzt für nachfolgende Generationen handeln. Dabei ist nachhaltige Architektur nicht nur eine existenzielle Aufgabe, sondern auch ein Potenzial für unseren Beruf – auch für kommende Generationen. Denn der ökologische Wandel braucht unsere Kreativität und eröffnet neue Tätigkeitsfelder: wir können ein motivierendes und erlebbares Zukunftsbild mitgestalten. In Architektur und Städtebau ist nur Qualität nachhaltig. Eines ist damit klar: Klimaschutz und Baukultur sind einsUnser Berufsstand kann und muss mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten. 

Dazu ist es notwendig, dass wir:

  • klimagerechte und ressourcenschonende Architektur gut gestalten 
    Menschen wertschätzen schöne und gut gestaltete Gebäude oder Städte und identifizieren sich mit ihnen. Ihre Pflege und nachhaltige Dauerhaftigkeit wird dadurch begünstigt. 

  • den Bestand erhalten 
     Das ist der neue Imperativ! Das Bestehende muss gepflegt, repariert und für sich wandelnde Gesellschaften weiterentwickelt werden. Die Umnutzung und Aufwertung von Bestandsgebäuden, Brachen oder bestehendenQuartieren hat Vorrang vor einer Neuentwicklung.

  • Kostenwahrheit einfordern
     Die ökologischen und wirtschaftlichen Folgekosten von Gebäuden und städtebaulichen Strukturen müssen Grundlage von Entscheidungen und Handeln sein – nicht nur die Kosten für Bau und Gebäudebetrieb. Lebenszyklusberechnungen und Ökobilanzen zeigen die wahren Kosten für Gesellschaft und Umwelt.

  • IStoffkreisläufeplanen und bauen
     Material muss zirkulär und nachwachsend sein („cradle to cradle“). Der Bestand ist eine bedeutende Materialressource („urban mining“).  Zudem müssen wir uns noch mehr auf regionale Wertschöpfungsketten konzentrieren. Die Verwendung Grauer Energie muss Teil von Energiebilanzen werden. Eine Entkarbonisierung beim Bauen und Nutzen ist unser Ziel.

  • Gebäudetechnik sinnvoll einsetzen
     Durch kluge, architektonische Entwürfe und Planungen können wir Low-Tech und technische Robustheit erreichen.

  • Nachhaltigkeit ganzheitlich bis zum Quartier und zur Stadt umsetzen
     Nachhaltiges Planen integriert städtebauliche Konzepte, für  neue Formen von Wohnen undArbeit, Energieversorgung und Mobilität („Stadt der kurzen Wege“) 

  • bezahlbaren Wohnraum schaffen
     Die Wohnungsbauförderung kann dazu Anreize für Innovation und Experiment möglich machen. 
     Zudem müssen Standards auf ein vernünftiges Maß reduziert und verfügbares Bauland vorrangig gemeinwohlorientierten Projekten überlassen werden.

  • Neubauten flexibel gestalten
    Flexible Grundrisse sichern die lange Nutzungsdauer von Gebäuden.

  • eine Kultur des Experimentierens als Innovationsschub für klimagerechtes und ressourcenschonendes Bauen etablieren

  • Fördermittel und -programme an klimagerechtes und ressourcenschonendes Bauen knüpfen

  • eine verbindliche Obergrenze für neue Siedlungs- und Verkehrsflächen einführen
    Intelligente Planung liefert Lösungen für’s Flächensparen und sorgt für Innovation. Es geht dabei aber nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität.

  • ein soziales Bodenrecht mit Gemeinwohlorientierung schaffen

  • das Landesentwicklungsprogramm (LEP) neu ausrichten 
    Als Instrument der Transformation zu einer nachhaltigen, klimaschonenden und generationengerechten Gesellschaft. Die Regionalplanung und eine interkommunale Zusammenarbeit als praktische Handlungsebenen vor Ort und bei den Bürger*innen sind dabei deutlich zu stärken.

  • die regionale Bauverwaltung stärken
    Nachhaltiges Planen und Bauen braucht Personal und deren Finanzierung in der Bauverwaltung, vor allem in kleinerenKommunen. Gestaltungsbeiräte sind dabei eine wertvolle Unterstützung durch unabhängige Expert*innen.

2. Für unseren Berufsstand und seine Zukunft


Die Herausforderungen der Zukunft werden nicht durch das alleinige Umsetzen von Vorschriften und Normen bewältigt. Eine anspruchsvolle Baukultur und klimagerechte Lösungen können nur mit Hilfe einer qualitativ hochwertigen, individuellen Planung entstehen, die wir Architekt*innen in unseren Teams tagtäglich erarbeiten. Um unserer Verantwortung gerecht werden zu können, benötigen wir angemessene Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, die von uns, aber insbesondere auch von der Politik geschaffen werden müssen.

Dazu gehören:

  • eine angemessene Honorierung unserer Arbeit für freiberufliche und angestellte Architekt*innen und Stadtplaner*innen
    Nur auskömmliche Honorare sichern den Erhalt der Büros mit ihren qualifizierten Mitarbeiter*innen. Das kommt nicht zuletzt den Bauherr*innen zu Gute.

  • eine Regelung zur Minimierung der Haftungsrisiken
    Die nicht mehr zeitgemäße gesamtschuldnerische Haftung ist für viele Büros existenzbedrohend. 

  • die Durchsetzung einer Berufsvorbehaltsregelung
    Planungsleistungen sollten nur an entsprechend qualifizierte Personen übertragen werden, um Qualität, auch im Sinne des EuGH-Urteils zur HOAI, zu garantieren

  • die Anpassung der HOAI-Leistungsbilder 
    Der Einsatz digitaler Planungsmethoden und die Anforderungen beim klimagerechten Bauen müssen in den Leistungsbildern berücksichtigt werden.

  • eine konstruktive Auseinandersetzung mit den Potenzialen der Digitalisierung 
    Die sich immer weiter entwickelnden digitalen Arbeitsmittel und Kommunikationsplattformen müssen stärker nach den Bedürfnissen des Berufsstandes hinsichtlich Planung und Vergabe ausgerichtet und genutzt werden. Darüber hinaus müssen wir uns Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, um als Architekt*innen und Stadtplaner*innen bei der digitalen Stadtwerdung gemeinwohlorientiert mitwirken zu können.

  • der Erhalt der (noch) vorhandene heterogene Struktur von kleineren und mittleren Büros
     
    Denn dezentrale Strukturen sind krisenfest und schaffen durch ihren lokalen Bezug baukulturelle Vielfalt in der Stadt und auf dem Land.

  • die konsequente Trennung von Planen und Bauen 
     Der Freistaat sollte auf die Beauftragung von General- oder Totalübernehmern verzichten und stattdessen die regionale Büro- und Handwerksstruktur stärken. 

  • faire Vergabeverfahren
     Qualität statt Quantität muss das grundsätzliches Vergabekriterium werden, was nur durch eine sachliche Prüfung der Angemessenheit von Bewertungskriterien bei VgV-Verfahren und die Vereinfachung von Verfahren bei kleinen Projekten erreicht werden kann. Die Kammer muss eine aktivere Rolle bei Hinweisen auf unlautere Vergabeverfahren übernehmen.

  • die Förderung des Wettbewerbswesens 
     Freistaat und Kommunen müssen sich zu mehr fairen Wettbewerben mit angemessener Honorierung und ohne Eingangshürden verpflichten und somit mehr Teilnahmemöglichkeiten auch für junge und kleine Büros schaffen. 

  • Faire Chancen für junge Architekt*innen und Stadtplaner*innen
    Für mehr Vielfalt und einen vitalen Berufsstand. Die junge Generation wird für eine Vielzahl der existentiellen Herausforderungen, wie beispielsweise Klimawandel und Digitalisierung, ein wichtiger Impulsgeber sein.

  • die Unterstützung von Existenzgründern durch Erfahrungsaustausch und Netzwerke

  • qualitätsvolle Aus-, Fort- und Weiterbildung
     Eine generalistische, praxisnahe Ausbildung auf internationalem Niveau mit einer Mindeststudienzeit von 5 Jahren ist die Voraussetzung für die kreative und kompetente Ausübung des Berufes. Eine permanente Fortbildung und vielfältige Weiterbildungsangebote erhalten diese Kompetenz auch bei den ständigen technischen und rechtlichen Neuerungen.

  • Eine Stimme für die Angestellten
    Denn Baukultur entsteht im Team.

3. Für eine einflussreiche Kammer, die Position bezieht und unsere Interessen konstruktiv vertritt


Um Veränderungen herbeizuführen, müssen wir Problembewusstsein erzeugen, Lösungswege aufzeigen und Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Dazu brauchen wir eine durchsetzungsstarke Kammer, die als wichtigste Vertretung unseres Berufsstands nach außen klar Position bezieht und gleichzeitig als interne Kommunikationsplattform dient. Das Privileg der Selbstverwaltung ermöglicht uns, die Erfahrung aus unserer täglichen Berufspraxis direkt in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. 

Dazu müssen wir konkret:

  • Bewusstsein schaffen 
     Innerhalb des Berufsstands sind Themen wie klimagerechtes Bauen, Bauen im Bestand, digitalen Fortschritt und baukulturelle Werte noch stärker zu vermitteln und in der Hochschulausbildung sowie in Fort- und Weiterbildung zu verankern.

  • Kooperationen eingehen
     Durch kooperatives Arbeiten und interdisziplinäre Vernetzung mit Institutionen mit verwandter Zielsetzung können wir komplexe Probleme erfolgreicher angehen.

  • Dialog stärken
     Wir brauchen ein Mehr an Miteinander, um unseren Anliegen eine Stimme zu geben, um kooperativ zu arbeiten und Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, um Positionen im Austausch mit freischaffenden, angestellten und verbeamteten Kolleginnen und Kollegen zu formulieren und zu vertreten, um in Politik und Öffentlichkeit für die Anforderungen guter Architektur einzutreten und für ihren Mehrwert zu werben. 

  • Erfahrung einbringen
     Durch unsere umfangreiche Berufspraxis und unser berufspolitisches Engagement sind wir kompetente Ansprechpartner und können eine unabhängige und dem Gemeinwohl verpflichtete Politikberatung leisten

  • Position beziehen
     Wir mischen uns ein, nehmen Stellung und beziehen kontinuierlich, fair aber deutlich Position, um am politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess mitzuwirken und den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten 

Klima schützen

Prof. Stefan Krötsch
Listenplatz 4

„Die Baubranche zählt zu den größten Ressourcen- und Energieverbrauchern weltweit. Dementsprechend groß ist ihre Verantwortung für die Entwicklung von Konzepten, die nachhaltiges Bauen schrittweise und konsequent zur Norm erheben. Dazu ist ein grundsätzliches Umdenken in Bezug auf Wertschöpfung und Recycling notwendig: Bauen im Bestand muss standardmäßig bevorzugt werden. Wir können es uns nicht mehr leisten, die „graue Energie“ und andere in alten Gebäuden schlummernde materielle Werte zu verschwenden. Stattdessen müssen wir lernen, in Stoffkreisläufen zu denken und unsere Materialien so zu wählen, dass möglichst regionale Wertschöpfungsketten entstehen können – auch um das klimafreundliche Prinzip der „kurzen Wege“ zu unterstützen. Für einen echten Innovationsschub beim klimagerechten Bauen brauchen wir zudem eine Kultur des offenen Experimentierens, um beispielsweise kluge Low-Tech-Lösungen in der Gebäudetechnik zu entwickeln. Abschließend ist die Erkenntnis wichtig, dass Ästhetik und Gestaltung als essenzielle Kriterien der Nachhaltigkeit verstanden werden sollten: Schönen Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität wird grundsätzlich mehr Wertschätzung entgegengebracht, was ihre sorgfältige Behandlung sowie eine langfristige Wertschöpfung begünstigt.“

Neues Flächenbewusstsein

Dipl.-Ing. Michael Leidl
Listenplatz 5

„Beim Umgang mit Fläche und Raum stehen wir vor der Aufgabe, die Transformation hin zu einer nachhaltigen, klimaschonenden und generationengerechten Gesellschaft zu bewältigen. Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner sind gefragt, diese Transformation auch auf der Ebene der Landes- und Regionalplanung so zu begleiten, dass überall in Bayern attraktiver Lebensraum entsteht. Statt schnellem Wachstum und Gewinnmaximierung müssen Nachhaltigkeit und Resilienz die künftige Siedlungsentwicklung bestimmen. Die nötigen Instrumente wie LEP und Regionalplan müssen auf den Prüfstand gestellt und zu einem zukunftsfähigen, positiven Leitbild für jede Region weiterentwickelt werden, das eine sinnvolle Beteiligung der Menschen vor Ort wiederspiegelt, Chancen der Kommunen sichert und Konkurrenz entschärft. Eine verbindliche Obergrenze für den „Flächenverbrauch“ ist ein notwendiger erster Schritt auf dem Weg zur Flächenkreislaufwirtschaft.

Die Kommunen bekleiden eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der komplexen Flächensparziele. Nachhaltiges Planen und Bauen braucht daher Personal und dessen Finanzierung in der Bauverwaltung, vor allem in kleineren Kommunen. Gestaltungsbeiräte sind dabei eine wertvolle Unterstützung durch unabhängige Expert*innen. Wie beim Hochbau muss auch beim Städtebau die Aufwertung und Neuordnung bestehender Strukturen vor der weiteren Ausdehnung der Siedlungsfläche stehen und Raum für Experimente bleiben.“

Angemessene Honorierung

Dipl.-Ing. Rainer Post
Listenplatz 6

„Sinnvolle und zukunftsgerechte Konzepte für die Stadt und Landesentwicklung wie auch für die einzelne Bauaufgabe können nur mit dem entsprechenden Fachwissen entwickelt werden. Eine der wichtigsten Voraussetzungen hierfür ist, dass Architekt*innen und Stadtplaner*innen angemessen honoriert werden – und zwar sowohl im ideellen als auch im materiellen Sinn. Die Beibehaltung einer konsequenten Trennung von Planung und Ausführung ist ebenfalls von grundlegender Bedeutung, da sie den Architektinnen und Architekten ermöglicht, die bauliche Qualität bei der Umsetzung des Entwurfs im Blick zu behalten und so die Interessen des Bauherren gegenüber den Ausführenden zu vertreten. Aus diesem Grund sollte der Freistaat bei öffentlichen Bauaufgaben auf General- oder Totalübernehmervergaben verzichten. Nur so können die Werte von zukunftsfähiger Architektur und Stadtplanung aktiv verfolgt werden. Und in diesem Sinne muss auch auf die Gremien auf Bundes- und EU-Ebene eingewirkt werden: damit eine Anpassung der HOAI-Leistungsbilder in Hinsicht des Einsatzes digitaler Planungsmethoden (insbesondere BIM) und beim klimagerechten Bauen erfolgt, damit eine Berufsvorbehaltsregelung im Sinne des EuGH-Urteils zur HOAI eingeführt wird und damit Maßnahmen zur Minimierung der Haftungsrisiken getroffen werden. Dabei sollte vor allem die (noch) vorhandenen heterogenen Struktur kleiner und mittelgroßer Büros gestärkt werden.“

Faire Verfahren

Dipl.-Ing. Matthias Köppen
Listenplatz 7

Für baukulturelle Vielfalt und die Zukunftssicherung unseres Berufsstandes brauchen wir eine faire Verfahrenskultur, weshalb die gezielte Förderung des Wettbewerbswesens für den Freistaat höchste Priorität haben muss. Die Stärkung regionaler Wettbewerbsausschüsse und deutlich mehr Wettbewerbe ohne Eingangshürden würden die Chancen junger Architektinnen und Architekten sowie kleiner, regionaler Büros bei der Auftragsvergabe verbessern. Mehr Fairness und Transparenz bei der Vergabe: Qualität statt Quantität als grundsätzliches Vergabekriterium, zurück zu angemessenen Referenz- und Eignungskriterien bei VgV-Verfahren, heraus aus rechtlichen Grauzonen mittels Verfahrensbetreuung durch fachkundige Planer anstatt Kanzleien und Projektsteuerer, für die Vereinfachung von Verfahren bei kleinen Projekten sowie eine aktivere Rolle der Kammer bei Hinweisen auf unlautere Vergabeverfahren. Übrigens sind Wettbewerbe nicht nur bei der Vergabe von öffentlichen Planungsleistungen, sondern auch bei privaten Bauaufgaben die beste Wahl: Sie können schnell und kostengünstig organisiert werden und ermöglichen dem Auftraggeber zudem, Entwurfsvarianten vor der Auftragsvergabe im Bezug auf ökonomische, ökologische und ästhetische Qualitäten zu vergleichen und damit zur besten Planungslösung zu gelangen.

Nachwuchs fördern

Dipl.-Ing. Stephan Rauch
Listenplatz 8

Mit zunehmender Breite und Komplexität des Aufgabenspektrums steigen auch die Erwartungen an das berufliche Profil von Architektinnen und Architekten. Enges Fachwissen reicht bei weitem nicht mehr aus, um den stetig steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Ganz im Gegenteil sind heute für eine kreative und kompetente Berufsausübung eine ganze Reihe weiterer Kompetenzen erforderlich: Neben hohen gestalterischen und technischen aber auch rechtlichen Fähigkeiten brauchen Planerinnen und Planer aller Fachrichtungen ebenso fundierte Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Kostenkontrolle und Personalführung. Von Bauherrenseite wird auch Erfahrung in Qualitätssicherung und im Umgang mit digitalen Planungsmethoden erwartet, sowie eine gewisse Beratungskompetenz in Fragen finanzieller Förderungsmöglichkeiten. Einem so breit gefächerten Strauß an Anforderungen kann nur ein fundiertes, generalistisches und praxisnahes Studium auf internationalem Niveau gerecht werden. Dazu ist eine Erhöhung der Mindeststudienzeit auf fünf Jahre erforderlich. Um die Existenzgründung und Berufsausübung junger Architektinnen und Architekten darüber hinaus gezielt zu fördern, brauchen wir vielfältige und an aktuelle Entwicklungen angepasste Weiterbildungsangebote sowie Kommunikationsplattformen für Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung. Der Begriff des Start-Ups findet hier längst beste Anwendung. Schaffen wir dem Nachwuchs die Möglichkeiten zum Einstieg in die Professionalität.

Dialog stärken

Dr. Jörg Heiler
Listenplatz 3

„Eine der wichtigsten Aufgaben der Architektenkammer ist der Dialog: der beständige Austausch der Mitglieder untereinander sowie mit externen Akteur*innen über berufsständische und baukulturelle Themen. Nur so können Probleme und Herausforderungen in der Berufsausübung freischaffender, angestellter und verbeamteter Architekt*innen aller vier Fachrichtungen umfänglich erfasst und fachliche Lösungsansätze entwickelt werden, die in den politischen Prozess eingebracht werden können. Durch einen beständigen, fairen und transparenten Kommunikationsprozess nach innen können wir gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren und gemeinsam sinnvolle Positionen finden und formulieren, die wir geschlossen nach außen vertreten können. Dazu gehört auch, die Bedeutung einer lebendigen Baukultur für eine soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung sowie den Wert guter Architektur in der Öffentlichkeit sichtbarer und erfahrbarer zu machen. Mit einem geänderten Rollenverständnis unseres Berufs müssen hierfür Konzepte und Strategien intensiver mit den Menschen vor Ort erarbeitet und umgesetzt werden. Auch die kommunikative Vernetzung mit anderen Institutionen mit verwandter Zielsetzung ist dabei ein elementarer Teil. Zudem ist heute der beständige Dialog mit anderen Disziplinen und der Politik aufgrund der steigenden Komplexität gesellschaftspolitischer Fragestellungen in Architektur und Städtebau bedeutender denn je.“

Erfahrung einbringen

Dipl.-Ing. Karlheinz Beer
Listenplatz 2

„Um gute Entscheidungen zu treffen, ist die Politik auf den Input von Experten angewiesen, die aufgrund ihrer tagtäglichen Berufspraxis und ihrer langjährigen Erfahrung am besten dazu in der Lage sind, die Tragweite und die Auswirkungen sachpolitischer Entscheidungen auf ihr jeweiliges Berufsfeld einzuschätzen. Durch unsere umfangreiche Berufspraxis und unser berufspolitisches Engagement sind wir kompetente Ansprechpartner in Fragen von Architektur und Städtebau ausgehend vom Detail beispielsweise über die Auswahl nachhaltiger Baumaterialien bis hin zur Gestaltung lebenswerter, zukunftsfähiger Räume für unsere Gesellschaft. Unsere Gremienerfahrung und enge Vernetzung mit anderen berufsständischen Vertretungen ermöglicht uns, eine wertvolle, unabhängige und dem Gemeinwohl verpflichtete Politikberatung zu leisten. Um Veränderungen herbeizuführen braucht es einen langen Atem. Daher ist auch personelle Kontinuität im berufsständischen Engagement wichtig. Ziel ist es, als Ansprechpartner für Politik und interessierte Öffentlichkeit noch sichtbarer zu werden.“ 

Position beziehen

Prof. Lydia Haack
LISTENPLATZ 1

„Die berufsständische Vertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit ist eine elementare Aufgabe, für deren Erfüllung wir eine durchsetzungsstarke Kammer benötigen. Um öffentlich gut vernehmbar Position zu beziehen und mit fundierten Argumenten im Sinne der Allgemeinheit für unsere Sache einzutreten, müssen wir zunächst innerhalb des Berufsstandes, frei von parteipolitischen oder persönlichen Interessen, eine Debatte über aktuelle berufspolitische und allgemeine Fragen der Baupolitik führen, um sie dann gezielt an die Öffentlichkeit zu tragen. Darüber hinaus muss die Vermittlung baukultureller Werte fest in der Hochschulbildung sowie in Fort- und Weiterbildungsangeboten verankert werden, damit ein breites fachliches und gesellschaftliches Bewusstsein für Themen wie nachhaltiges und klimagerechtes Bauen, Bauen im Bestand, Materialkreisläufe und Recycling aber auch für die Möglichkeiten der Digitalisierung entsteht. So können wir der Aufgabe gerecht werden uns einzubringen, verantwortungsvoll am politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess mitzuwirken und den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten.“ 

BDA Bund Deutscher Architekten

Verantwortung zählt

Kammerwahl 2021
13.04. – 30.04.2021

Verantwortung zu übernehmen für unsere Gesellschaft, unsere Umwelt und kommende Generationen ist heute mehr denn je das Gebot der Stunde. Wir Architekt*innen und Stadtplaner*innen sind gefordert, kompetent und engagiert an einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft mitzuwirken. Dieser Aufgabe können wir nur in Verbindung mit der Wertschätzung unserer Leistung und mit einer starken berufsständischen Vertretung gerecht werden.

Dafür setzen wir uns ein – in Politik und Gesellschaft.

Programm

Wir Architekt*innen und Stadtplaner*innen tragen eine besondere Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Wir sind Impulsgeber, unsere gebauten Werke können Katalysatoren für ein zwingend notwendiges Umdenken sein. Dafür brauchen wir faire und auskömmliche Arbeitsbedingungen. Das zu vermitteln ist Aufgabe einer konstruktiv arbeitenden, von Politik und Gesellschaft wahrgenommenen Kammer, die von Kollegialität, Effektivität und Kompetenz geprägt ist.

  1. Für eine klimagerechte Architektur und unsere Gesellschaft
  2. Für unseren Berufsstand und seine Zukunft
  3. Für eine einflussreiche Kammer, die Position bezieht und unsere Interessen konstruktiv vertritt

AKTIVITÄTEN

Kandidat*innen

Neben der Tätigkeit in ihren Architekturbüros engagieren sich unsere Kandidat*innen ehrenamtlich für unseren Berufsstand. Gemeinsames Ziel ist es, die Inhalte des Drei-Punkte-Programms in die Arbeit der Bayerischen Architektenkammer einzubringen.

Prof. Lydia Haack

München

Karlheinz Beer

Weiden

Dr. Jörg Heiler

Kempten

Prof. Stefan Krötsch

München

Michael Markus Leidl

Bad Birnbach

Rainer Post

München

Matthias Köppen

Nürnberg

Stephan Rauch

München
9

Univ.-Prof. Ludwig Wappner

München
10

Michael Hetterich

Würzburg
11

Rainer Hofmann

München
12

Annemarie Bosch

Erlangen
13

Frank Lattke

Augsburg
14

Jakob Oberpriller

Hörmannsdorf
15

Georg Redelbach

Marktheidenfeld
16

Evelin Lux

München
17

Walter Landherr

München
18

Patrick von Ridder

München
19

Volker Heid

Fürth
20

Roman Adrianowytsch

Augsburg
21

Michael Kühnlein jun.

Berching
22

Rainer Kriebel

Würzburg
23

Caroline Moser

Aichach
24

Alexandra Wagner

München
25

John Höpfner

München
26

Peter Dürschinger

Fürth
27

Angelika Blüml

Oberstdorf
28

Thomas Eckert

Regensburg
29

Stefan Schlicht

Schweinfurt
30

Prof. Hartmut Niederwöhrmeier

Nürnberg
31

Andreas Matievits

Königsbrunn/Augsb.
32

Renee Lorenz

Grub am Forst
33

Thomas Meusburger

Kempten
34

Albert Koeberl

Passau
35

Daniela Kircher

Margetshöchheim
36

Michael Deppisch

Freising
37

Anne Hugues

München
38

Eberhard Steinert

Garmisch-Partenkirchen
39

Felix Bembé

Greifenberg
40

Martin Kühnl

Nürnberg
41

Julia Mang-Bohn

München
42

Sabina Sommerer

Regensburg
43

Armin Bauer

Aschaffenburg
44

Amandus Samsøe Sattler

München
45

Eva Maria Lang

München
46

Juliane Zopfy

München
47

Peter Kuchenreuther

Marktredwitz
48

Alen Jasarevic

Mering
49

Franz Xaver L. Bast

Straubing
50

Claus Arnold

Würzburg
51

Christoph Schreyer

München
52

Prof. Karin Schmid

München
53

Martin Hirner

München
54

Andreas Grabow

Nürnberg
55

Wendelin Burkhardt

Kaufbeuren
56

Volker Schwab

Vohenstrauß
57

Florian Göger

Schonungen
58

Christine Schimpfermann

Regensburg
59

Gianfranco Maio

München
60

Isabella Leber

München
61

Sebastian Kofink

München
62

Johann Schuller

Augsburg
63

Christian Kirchberger

Regensburg
64

Marcus Seifert

Hammelburg
65

Michael Ziller

München
66

Prof. Sampo Widmann

Starnberg
67

Klaus-Jochen Friedrich

München
68

Gerhard Feuerstein

Lindau
69

Martin Johannes Köstlbacher

Regensburg
70

Prof. Nadja Letzel

Nürnberg
71

Maria Horejschi

Heimertingen
72

Peter Ackermann

München
73

Alfons Doeringer

Passau
74

Annegret Michler

Kaufbeuren
75

Alexander Fthenakis

München
76

Melanie Weber

München
77

Irene Meissner

München
78

Peter Doranth

Wörthsee
79

Gerhard Tham

Augsburg
80

Eric Frisch

Regensburg
81

Florian Hartmann

München
82

Sieglinde Brams-Mieskes

Landshut
83

Robert Rechenauer

München
84

Katrin Hootz

München
85

Eberhard Wunderle

Augsburg
86

Helgamaria Zeilberger

Salzweg
87

Katja Klingholz

München
88

Benedict Esche

München
89

Angela Girnghuber

München
90

Markus J. Mayer

München
91

Giacomo Nüsslein

München
92

Nicolas Neumann

München
93

Prof. Victoria von Gaudecker

München
94

Peter Kern

Mindelheim
95

Markus Omasreiter

München
96

Bernhard Peck

München
97

Gerti Leitenbacher

Traunstein
98

Georg Götze

München
99

Stefan Speier

München
100

Wolfgang Obel

Donauwörth
101

Marco Goetz

München
102

Armin Daam

München
103

Rolf Berninger

München
104

Jan Spreen

München
105

Roland Wochnick

Amberg
106

Andreas Schindhelm

München
107

Fabian Wagner

Herrsching/Ammersee
108

Felix Huber

Kempten
109

Benjamin Eder

München
110

Andreas Weiderer

Kirchroth
111

Jun.-Prof. Max Otto Zitzelsberger

München
112

Christoph Freiherr von Oefele

München
113

Rita Ahlers

München
114

Thomas Rehn

München
115

Prof. Johannes Ernst

München
116

Emanuela Freiin von Branca

München
117

Prof. Much Untertrifaller

118

Prof. Ingrid Burgstaller

119

Prof. Titus Bernhard

Augsburg
120

Prof. Herbert Meyer-Sternberg

Andechs
121

Prof. Wolfgang Fischer

Würzburg
122

Prof. Matthias Castorph

München
123

Prof. Christian Kern

München
124

Prof. Thomas Jocher

München
125

Peter Brückner

Tirschenreuth

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